Dieser Abend bietet eine Gelegenheit, mehr zu erfahren zur angespannten Lage im Heiligen Land, in Israel/ Palästina. Andreas Goetze ist Ende September gerade erst wieder von einem längeren Aufenthalt aus Jerusalem zurückgekommen und bringt ganz aktuell Eindrücke mit. Die Situation vor Ort ist mehr als angespannt. Der Waffenstillstand ist brüchig. Die Menschen nach mehr als zwei Jahren Geiseldrama und Krieg sind erschöpft. Zwei traumatisierte Gesellschaften, eine humanitäre Katastrophe in Gaza, Spannungen mit Libanon sowie dem Iran, dazu tägliche Gewalt von Siedlern in der Westbank. Religiöser Nationalismus prägt das Klima, in dem sich Verzweiflung und Angst unter Juden, Christen wie Muslimen breit machen. Welche Perspektiven mag es für die Zukunft geben?
Besonders richtet sich der Blick auf die aktuelle Lage und Zukunft der palästinensischen Christinnen und Christen in Israel/ Palästina, ihre Wurzeln, ihren Glauben. „Wir weigern uns, Feinde zu sein“, sagt Daoud Nasser, lutherischer Christ aus Bethlehem – und kämpft gleichzeitig um seinen seit Generationen der Familie gehörenden Landbesitz südlich von Bethlehem. Wie ist ihre Situation im Staat Israel, im Gaza-Streifen und in den besetzten Gebieten, in Ost-Jerusalem und der Westbank? Welche Hoffnung bleibt? Wie kann Glaube (noch) gelebt werden?
Referent und Gesprächspartner: Dr. Andreas Goetze, Zentrum Oekumene, Referent für den interreligiösen Dialog - Schwerpunkt Islam und Christ*innen im Mittleren Osten
Veranstalter: Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Dillenburg






