Anti-Bias Multiplikator*in

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Weiterbildung für Fachreferent*innen in der Bildungsarbeit, Berater*innen, Trainer*innen, Fachpersonal kommunaler Einrichtungen, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Mitarbeiter*innen in Schulen und Kitas, Projektverantwortliche

In einer Gesellschaft, deren Lebenswelten vielfältiger geworden sind, gilt es mehr denn je, Diversität als gesellschaftliche Realität anzuerkennen, sie zu schätzen und einen konstruktiven Umgang mit ihr zu entwickeln. Auch wenn viele Menschen für Offenheit und Pluralität stehen, erleben wir eine kontinuierliche Steigerung rassistischer und diskriminierender Einstellungen und Handlungen. 

Rassismus und Diskriminierung sind nicht nur Phänomene extremer Haltungen. Sie fangen mit Bildern an, die wir von uns selbst und „den Anderen“ im Kopf haben. Viele Muster, auf die wir zurückgreifen, sind von Vorurteilen geprägt – ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Auch ohne dass wir es wollen, kann unsere Haltung eine Ideologie der Ungleichheit ausdrücken oder sie sogar verstärken. 

Sich selbst zu hinterfragen, auf der individuellen Ebene anzusetzen und hier alternative Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln ist eine zentrale Aufgabe. Genauso wichtig ist auch der kritische Blick auf Strukturen und Institutionen, denn Vorurteile und Diskriminierung  sind auch dort tief eingelagert. 

Ein Ansatz in der pädagogischen interkulturellen und Diversity-Arbeit, der sowohl die individuelle als auch die institutionelle und gesellschaftliche Ebene in den Blick nimmt, ist der so genannte Anti-Bias-Ansatz. Sein Ziel ist es, Menschen zu motivieren und zu befähigen, vorurteilsbewusst mit Diversität umzugehen und aktiv an gesellschaftlicher Veränderung zu arbeiten. 

Ziele

  • Sensibilisierung für individuelle, institutionelle und gesellschaftliche Formen von Ausgrenzung und Diskriminierung
  • Entwicklung einer vorurteilsbewussten und offenen Haltung im Umgang mit Vielfalt, Diversität und Interkulturalität 
  • Erweiterung von Kompetenzen durch Vermittlung von theoretischen Grundlagen und Interventionsmethoden für die Anwendung in der beruflichen Praxis
  • Ermutigung zum aktiven Einsatz gegen Ausgrenzung und für gleichberechtigte Partizipation
  • Stärkung der eigenen Gleichheits- und Gerechtigkeitsorientierten Einstellung 

Module

  • 1. Modul: 11.-12. Juni 2021 - Wilhelm-Kempf-Haus (Wiesbaden Naurod)     
    Einführung in den Anti-Bias Ansatz
    Geschichte, Grundannahmen und Ziele. Auseinandersetzung und Erfahrungen mit Stereotypisierung und Vorurteilsbildung. Funktion und Auswirkungen von Vorurteilen

  • 2. Modul: 3.-4. September 2021 - Wilhelm-Kempf-Haus (Wiesbaden Naurod)
    Diskriminierung und Macht
    Auseinandersetzung und Erfahrungen. Strukturen, Formen und Ebenen von Diskriminierung. Macht im Kontext von Differenz und Dominanz. Macht und Verantwortung

  • 3. Modul: 5.-6. November 2021 - Zentrum Oekumene (Frankfurt)
    Kompetenzen für die Praxis
    Konzepte, Ziele einer Anti-Diskriminierungsarbeit. Übungen zur Umsetzung in die Praxis. Entwicklung ersten Ideen für das eigene Projekt

  • 4. Modul: 28.-29. Januar 2022 - Zentrum Oekumene (Frankfurt)
    Aspekte von Diskriminierung in Vergangenheit und Gegenwart
    Besuch und Workshop im interaktiven Lernlabor der Anne Frank Bildungsstätte in Frankfurt. Globale Verhältnisse: Bias zwischen den globalen Norden und globalen Süden, Menschenrechte, Postkolonialismus

  • 5. Modul: 1. – 2. April 2022 - Wilhelm-Kempf-Haus (Wiesbaden Naurod)
    Präsentation des eigenen Projektes und Abschluss
    Mein Projekt, mein Verständnis und meine Haltung als Multiplikator*in

INFOS

Beginn

Ende

Ort
Wilhelm-Kempf-Haus Wiesbaden Naurod und Zentrum Oekumene in Frankfurt am Main |
Organisation
Zentrum Oekumene | Interkulturelle Personal- und Organisationsentwicklung | Paola Fabbri Lipsch
E-Mail
Zum Download

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