Ökumenische Aktion Wanderfriedenskerze

Neun Kerzen „wandern“ zwischen dem 1. September (Anti-Kriegstag) bis zum Buß- und Bettag durch Gemeinden in Hessen und Rheinland-Pfalz. Sie sind kunstvoll gestaltet und nehmen jedes Jahr neu ein aktuelles Friedensthema in den Blick. Sie werden in Friedensgottesdiensten entzündet, sind Gesprächsanlass für Gemeindeveranstaltungen und bringen Menschen unterschiedlichster Konfessionen in Kontakt und gemeinsames Beten für den Frieden. Machen Sie mit! Leihen Sie eine Kerze für Ihre Gemeinde aus. Geben Sie sie weiter an die Nachbargemeinde. Bringen Sie den Frieden zum Leuchten.

Ausleihorte:

Bad Hersfeld, Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Kassel, Limburg, Mainz, Offenbach.

Aktion Wanderfriedenskerze 2019

hi|baku|sha: „LEIDEN – BOMBE – MENSCH“
Gebet für die Opfer atomarer Gewalt

„Hibakusha“ – ist ein japanisches Wort. Es hat drei Teile. Sie bedeuten „Leiden – Bombe – Mensch“. In Japan werden die Überlebenden der Vernichtung durch die Atombomben in Hiroshima und Nagasaki  Hibakusha genannt. Diese Bomben waren der letzte traurige Höhepunkt des Zweiten Weltkrieges. Der Abwurf der Atombomben brachte den Menschen und der Natur Leid über Generationen. Am 1. September vor 80 Jahren begann dieses Leid mit dem Überfall auf Polen. Das Gedenken an diesem Tag gilt dem überfallenen polnischen Volk. Das Gedenken des Zweiten Krieges gilt den ermordeten jüdischen Menschen durch den Holocaust. Und es gilt den zivilen Opfern durch Bomben und Massenvernichtungsmittel.

Was geschieht eigentlich mit den Opfern, wenn ein Krieg vorbei ist? Manche verstummen. Viele leiden an bleibenden körperlichen oder seelischen Wunden. Andere verdrängen. Manche finden den Weg zurück in ein „ganz normales“ Leben. jeder Krieg hat lange Folgen, über Generationen.

Die überlebenden Hibakusha sind bis heute körperlichen und seelischen Leiden ausgesetzt. Viele wurden am Arbeitsplatz benachteiligt, werden in der Gesellschaft diskriminiert. Auch die Natur war ein Opfer der atomaren Verseuchung. Erde bleibt vergiftet, Arten sterben aus. Die Hibakusha-Bewegung gibt den stummen oder stumm gemachten Opfern der Atombombenabwürfe eine Stimme. Sie ermutigt, aus der Opferrolle heraus zu treten. Das Stummsein zu überwinden, die Gewalterfahrung in einen  Ruf nach Frieden zu verwandeln.

Darum beten wir  mit der diesjährigen Ökumenischen Aktion Wanderfriedenskerze auch für die Opfer der „Nuklearen Kette“, die oft unbekannt sind: die Arbeiter*innen im Uranabbau. Menschen, Tiere und Pflanzen, die durch zivile Nutzung von Atomenergie leiden. Und wir beten für diejenigen, die ihre Kraft wiederfinden, das Stummsein überwinden, ihre Gewalterfahrung in einen Ruf nach Frieden verwandeln.

Aktuelles

Im Rahmen der ökumenischen Aktion Wanderfriedenskerze werden auch in diesem Jahr…

Kontakt

Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf Friedensarbeit
Tel.: +49 69 976518-56
E-Mail

Martina Schreiber Sachbearbeitung Frieden, Globales Lernen, Kirchlicher Entwicklungsdienst, Partnerschaften Europa und USA
Tel.: +49 69 976518-53
E-Mail

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