Schafft Recht und Gerechtigkeit! Darum brauchen wir ein Lieferkettengesetz

Unter dem Leitvers „Schafft Recht und Gerechtigkeit“ (Jeremia 22,3) engagieren sich zahlreiche kirchliche Organisationen und Akteur*innen in der Initiative Lieferkettengesetz, die sich für eine gesetzliche Regelung von menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten entlang der Lieferketten von deutschen Unternehmen einsetzt.

Die Praxis zeigt immer wieder: Freiwillig kommen viele Konzerne ihrer Verantwortung nicht ausreichend nach. Die Beispiele sind zahlreich: Im Jahr 2012 wurden 34 streikende Arbeiter der Marikana-Mine in Südafrika erschossen. Der Chemiekonzern BASF, der bis heute zu den größten Kunden der Mine zählt, ignoriert die Entschädigungsforderungen der Familien und der Überlebenden jedoch weitgehend. Ebenfalls 2012 starben wegen mangelnden Brandschutzes 258 Menschen in einer Zulieferfabrik des deutschen Textildiscounters KiK in Pakistan. Der Damm-bruch von Brumadinho kostete 270 Menschen das Leben, obwohl ein Tochterunternehmen des deutschen TÜV Süd den Damm noch wenige Wochen zuvor als sicher zertifiziert hatte.

Brot für die Welt und über 70 weitere kirchliche, humanitäre und gewerkschaftliche Organisationen, die sich zur Initiative Lieferkettengesetz zusammengeschlossen haben, sind überzeugt: Gegen Gewinne ohne Gewissen hilft nur noch ein gesetzlicher Rahmen! In einer Petition fordern sie deshalb die Bundesregierung zum Handeln auf. 

Informieren Sie sich und unterstützen Sie die Kampagne.

Online-Petition: brot-fuer-die-welt.de/petition-lieferkette
Materialien für die Gemeindearbeit: https://www.brot-fuer-die-welt.de/material/lieferkette-gemeindematerial/

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