Nach 12 erfolgreichen Jahren in Berlin startet die Initiative meet2respect jetzt auch in Hessen. Ziel ist es, Referierende auszubilden, die mit Schulklassen Workshops durchführen und Lehrkräfte fortbilden – für Respekt, interreligiösen Dialog und ein friedliches Miteinander. Unterstützt wird das Projekt vom Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, von der Justus-Liebig-Universität Gießen sowie dem Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Ein beteiligter Imam erklärt:
„Meet2Respect heißt ja soviel wie Treffen, um sich zu respektieren, kennenlernen, um sich zu respektieren. […] Es geht darum, dass man Offenheit, Toleranz und Verständnis füreinander entgegenbringt, indem man beim ABC der Religion anfängt. Trotz aller Konflikte auf der Welt lernen wir uns kennen – auf gleicher Augenhöhe. So kann man Grundwissen schaffen, Vorurteile abbauen und aufeinander zugehen.“
Auch ein beteiligter Rabbiner unterstreicht die Bedeutung für Schulen:
„Gerade jetzt gibt es sehr viele Vorurteile. Der Nahostkonflikt ist emotional sehr beladen. Wir zeigen Schülerinnen und Schülern, dass Juden und Muslime miteinander sprechen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam für Frieden eintreten.“
Die Initiative wurde 2013 in Berlin gegründet und ist vor allem durch das Imam-Rabbi-Tandem-Modell bekannt geworden: Jüdische und muslimische Referierende besuchen gemeinsam Schulklassen, beantworten Fragen und bauen Vorurteile ab. Lehrkräfte berichten von einer nachhaltigen Wirkung – auch in schwierigen Diskussionen.
Mit der Ausweitung nach Hessen wird nun auch hier ein Netzwerk entstehen, das jüdische, muslimische und christliche Stimmen zusammenbringt. Die Botschaft ist klar: Gewalt und Hass haben keinen Platz in unserer Gesellschaft.







