JETZT handeln für Geflüchtete auf Lesbos und in Lipa

Die Diakonie Hessen und das Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW rufen in einem Rundbrief Gemeinden dazu auf, sich den Appellen für eine humanitäre Flüchtlingspolitik anzuschließen. Zuvor hatten sich Kirchengemeinden aus der EKHN und der EKKW in offenen Briefen mit einer Aufforderung an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt, endlich etwas gegen die menschenunwürdige Behandlung von Flüchtlingen zu tun.

Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos

In Europa ist Winter. Über die Medien erreichen uns in diesen Tagen immer wieder Bilder von frierenden und obdachlos umherirrenden Flüchtlingen an der bosnisch-kroatischen Grenze und von in Matsch und in nassen Zelten spielenden Kindern auf Lesbos.

Appell an Protestantin Angela Merkel

Anfang Januar hat diese elende Situation Pfarrerin i.R. Andrea Bauer aus Darmstadt dazu bewogen, einen persönlich formulierten Brief an die Bundeskanzlerin zu schreiben. Ihr bliebe angesichts der Lage geflüchteter Menschen im Winter das Singen der Weihnachtslieder im Halse stecken. Sie erinnerte sich an das Bonhoeffer-Zitat „Nur wer für Juden schreit, darf gregorianisch singen“ und appellierte an die Protestantin Angela Merkel, alles in Ihrer Macht Stehende zu tun, um Menschen eine würdige Unterkunft zu ermöglichen.
Der Brief von Frau Bauer wurde für Einzelpersonen und Kirchengemeinden eine Anregung für eigene Briefe an die Bundeskanzlerin, wie zum Beispiel die Andreasgemeinde in Darmstadt oder den Stadtkirchenkreis Kassel. Das Zentrum Oekumene ruft nun gemeinsam mit der Diakonie Hessen dazu auf, diesen Impuls aufzugreifen und sich dem  Appell anzuschließen. Hier sind die Briefvorlagen aus Darmstadt und Kassel zur Anregung zu finden.

Der 115. Geburtstag Dietrich Bonhoeffers am 4. Februar 2021 kann uns als Kirche erinnern, wo unsere Verantwortung liegt: im Schutz von Minderheiten, im Einsatz für Verfolgte und Geflüchtete.

Der Brief kann auch genutzt werden, um sich an die Abgeordneten zu wenden, die den sogenannten „Weihnachtsappell“ unterschrieben haben: mit Dank und der Nachfrage, „Was ist politisch daraus geworden?“

Hintergrund

Die Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau und von Kurhessen-Waldeck und die Diakonie Hessen unterstützen in ihrer Arbeit die Anliegen des Briefs auf mehreren Ebenen.

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