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Energiekrise Ukraine: Katastrophale Lage für Hunderttausende Familien

Diakonie Katastrophenhilfe weitet Winterhilfe aus

Kiew im Winter

Kiew im Winter

Berlin/Kyjiw, 23. Januar 2026 // Mehr als eine Million Haushalte waren Mitte der Woche in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ohne Strom. Hunderttausende Menschen haben bei zweistelligen Minusgraden seit Tagen keine Heizung oder fließend Wasser. Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt 500.000 Euro für zusätzliche Winterhilfe bereit und ruft zu Spenden auf.

Die Energiekrise in der gesamten Ukraine verschärft sich weiter. „Bei vielen Menschen friert das Wasser in den Leitungen und sogar Toiletten ein, weil es bitterkalt ist. Die Lage ist lebensbedrohlich“, berichtet Andrij Waskowycz, Büroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe in Kyjiw. „Alle hoffen, dass das Stromnetz in den nächsten Tagen wieder repariert wird, aber die russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur gehen unvermindert weiter. Niemand weiß, was morgen kommt.“

Zehntausende Menschen sollen die Hauptstadt nach einem entsprechenden Aufruf des Bürgermeisters bereits verlassen haben. Sie suchen vor allem im Umland und auf Dörfern Schutz und Wärme. „Die Kombination von extremer Kälte und fehlender Energie zwingt viele Menschen zur Flucht aus Kyjiw. Die Menschen sind schwer gezeichnet und müde. Sie sind nach fast vier Jahren Krieg am Limit und brauchen dringend weitere materielle und psychosoziale Unterstützung, um den Winter durchzustehen“, sagt Andrij Waskowycz.

Besonders belastend ist die katastrophale Lage für alleinstehende Mütter wie Svitlana, die ein Zentrum des Child Wellbeing Fund, einer Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, regelmäßig aufsucht: „Mein Kind geht in die erste Klasse. Jetzt ist es gezwungen, zu Hause zu bleiben. Ich bin allein mit meinem Kind und wir sind komplett auf Strom angewiesen. Deshalb überleben wir derzeit nur mit heißem Wasser in Thermoskannen und Suppe. Als die Schule noch geöffnet war, konnte mein Kind bei diesem kalten Wetter immerhin etwas Warmes essen und trinken.“

Anderen Müttern geht es ähnlich. Sie benötigen Powerbanks, Schlafsäcke, mit Gas betriebene Kochherde oder warme Kleidung, um die Nächte mit ihren Kindern zu überstehen. Hilfsgüter wie diese verteilt die Diakonie Katastrophenhilfe in den kommenden Tagen und Wochen verstärkt über lokale Partnerorganisationen. Zudem werden direkte Finanzhilfen bereitgestellt und die psychosoziale Unterstützung ausgeweitet.

Laut ukrainischen Behörden hat Russland seit Beginn der Heizsaison im Oktober bis zum 15. Januar 256 ukrainische Energieanlagen und Wärmeversorgungssysteme mit Drohnen und Raketen angegriffen. Ziel waren unter anderem elf Wasserkraftwerke und 45 große Heizkraftwerke. 151 Angriffe galten elektrischen Umspannwerken, weshalb es zu tagelangen Stromausfällen kommt.

 

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft dringend zu Spenden auf:
Diakonie Katastrophenhilfe
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Ukraine-Krise
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende

Hinweis für Redaktionen:
Pressesprecher Tommy Ramm Tel 030 65211 1225 Mobil 0162 255 3859 Tommy.ramm@diakonie-katastrophenhilfe.de
Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Caroline-Michaelis-Straße 1 10115 Berlin
Evangelische Bank IBAN DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC GENODEF1EK1
Andrij Waskowycz, Büroleiter der Diakonie Katastrophenhilfe in der Ukraine, steht für Interviews zur Verfügung. Für Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle:
Tommy Ramm - Pressesprecher, Tel.: 030 65211 1225, 0162 2553859
tommy.ramm@diakonie-katastrophenhilfe.de

 

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