Taufanfragen durch Flüchtlinge

Hinweise und Materialien

Im Zuge der jüngsten Flüchtlingsbewegungen kommt es in vielen Gemeinden von EKHN und EKKW vermehrt zu Taufanfragen von konversionswilligen Muslimen, vorwiegend aus dem Iran.

Nicht wenige Pfarrerinnen und Pfarrer sehen sich (meist erstmals) vor der Herausforderung, eine Taufkatechese für Erwachsene zu entwickeln, zumal mit der Erschwernis der Sprachdifferenz. 

Die Handreichung von EKD und VEF (Vereinigung Ev. Freikirchen) gibt wertvolle Hinweise und Informationen, wie mit einem solchen Anliegen verantwortlich umgegangen werden sollte und verweist auch auf die geltenden (z.B. asyl)rechtlichen Regelungen.

Materialien speziell für iranische Taufbewerberinnen und –bewerber, von Elementen des Taufunterrichts bis hin zur Bibel in Farsi, finden sich auf der Seite der Iranerseelsorge der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Hannover.

Im Blick auf den Taufunterricht ist folgende Erfahrung wichtig:
Unabdingbar ist die sprachliche Verständigung. Wo keine Katechese in der jeweiligen Muttersprache (z.B. in Farsi) möglich ist - was die Regel sein dürfte -, müssen Taufbewerber(innen) über bestimmte Mindestkenntnisse der deutschen Sprache verfügen. Die Taufkatechese selbst sollte in überschaubarer Zeit zur Taufe hinführen, wie das im Übrigen auch beim altkirchlichen Katechumenat der Fall war – es muss natürlich kein Jahr dauern; mindestens genauso wichtig wie die Taufvorbereitung ist jedoch die postbaptismale vertiefende Katechese und gemeindliche Begleitung.

Kommen Flüchtlinge in den Gottesdienst, so können ihnen die auf nachfolgend verlinkten Seiten enthaltenen Gottesdienstordnungen, Gebete, Bekenntnisse und Texte in ihrer jeweiligen Muttersprache dabei helfen, sich besser zurecht zu finden.

Links:
(Materialien Gottesdienst), jeweils als pdfs: Liturgie 3-sprachig; Liturgie 6-sprachig
www.mission-einewelt.de/liturgien

Rede und Antwort stehen
über die Hoffnung, die
in uns lebt.
(nach 1. Petrus 3,15)

AnsprechpartnerIn

Dr. Jörg Bickelhaupt, Pfarrer
Referent für Interkonfessionellen Dialog

Irene Diakité
Sachbearbeiterin