6.2.2011: Einführung von Katharina Prosenjak in ihr Spezialvikariat in der Martin Luther Gemeinde. Alexander Mielke (links), Katharina Prosenjak (Mitte) und Karen Hamilton (rechts).

 Kurzer Bericht von Katharina Prosenjak

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Ich arbeite als Spezialvikarin in der deutsch-kanadischen Martin Luther Gemeinde in Toronto. Mein Mentor dort ist Pastor Alexander Mielke. Wir haben sowohl englischsprachige als auch deutschsprachige Gottesdienste. Ich arbeite in der Gemeinde in den klassischen pastoralen Handlungsfeldern. Die besondere Herausforderung ist die Zweisprachigkeit  - die ältere Generation spricht deutsch und die Jüngere meist nur noch englisch. Eine Besonderheit in Toronto ist das Nebeneinander vieler verschiedener Religionsgemeinschaften. Einige Pfarrer in der Umgebung der Martin Luther Gemeinde versuchen zurzeit ein "Interfaith-Network" aufzubauen, um in Zukunft verstärkt zusammen zu arbeiten - hieran bin ich auch beteiligt. Mein Spezialvikariat bekommt aber auch dadurch einen besonderen ökumenischen/interreligiösen Fokus, dass ich an zwei Tagen in der Woche im Canadian Council of Churches (CCC) mitarbeite. Der CCC ist das größte ökumenische Institut Kanadas, das 23 christliche Kirchen in Kanada repräsentiert und damit 85% der kanadischen ChristInnen. Meine Mentorin dort ist die Generalsekretärin The Reverend Dr.Karen Hamilton. Zurzeit arbeiten wir an einem Projekt, das "Faithchallenge G8" heißt. Dabei geht es um die Millenium Development Goals (MDGs), denen sich die UN-Staaten im Jahr 2000 verpflichtet haben. Sie sollten bis zum Jahr 2015 erreicht werden, was aber noch in weiter Ferne ist. Der Name des Projekts ("Faithchallenge G8") rührt her von dem G8-Gipfel in Winnipeg/Kanada 2010, anlässlich dessen sich auch die führenden Persönlichkeiten von religiösen Organisationen trafen, um die PolitikerInnen an ihre Verpflichtungen zu erinnern, die sie mit den MDGs eingegangen sind. Im Rahmen von "Faithchallenge G8" sollen nun Veranstaltungen zu den MDGs in ganz Kanada stattfinden. Es sollen interreligiöse Veranstaltungen sein, bei denen verschiedene religiöse Gruppen mit einem oder mehreren Parlamentsmitgliedern zusammen kommen, um die MDGs und Handlungsstrategien dafür zu diskutieren. Die PolitikerInnen sollen die Ergebnisse dann zurück ins Parlament tragen. Mehr Informationen darüber finden sich auf der website: www.faithchallengeg8.com. Das Projekt wird noch voraussichtlich bis Ende März laufen. Danach werde ich die Möglichkeit haben, noch in anderen Bereichen des CCC mit zu arbeiten. Ich habe bisher in beiden Arbeitsfeldern (Gemeinde und CCC) sehr positive Erfahrungen gemacht und Einiges über Interreligiösen Dialog gelernt, der hier im multikulturellen und multireligiösen Umfeld im Grunde unausweichlich ist. Ich habe an einer jüdischen Shabbat-Feier teilgenommen, zwei Hindu-Tempel besucht und einige Menschen anderer Religionen kennengelernt. Und ich bin mir sicher: das war erst der Anfang... Die verschiedenen Religionsvertreter, mit denen ich bisher per E-mail korrespondiert habe, beenden ihre E-mails häufig mit einem Friedensgruß, was ich gerne als Anregung aufnehme. click here

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