Zum 50. Todestag Martin Luther Kings:
Den großen Traum weiter leben



03.04.2018

Der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung hat den US-Bürgerrechtler Martin Luther King anlässlich seines 50. Todestages als Prophet der Neuzeit,  konsequenten Theologen und inspirierende Persönlichkeit gewürdigt. Am 4. April 1968 wurde der Baptistenprediger in Memphis bei einem Attentat erschossen. Bis heute verbänden Luther Kings Ideen Menschen auf der ganzen Welt, schreibt Jung. „Seine Hoffnung auf eine Gesellschaft ohne Gewalt, Diskriminierung, Unterdrückung und rassistische Übergriffe ist noch nicht zu Ende geträumt“, so der leitende Geistliche. Jung: „Ich bin überzeugt, dass die US-Präsidentschaft von Barack Obama oder zuletzt die beindruckende „March For Our Lives“-Bewegung der Schülerinnen und Schüler für schärfere Waffengesetze in den USA ohne Martin Luther King nicht möglich gewesen wären. Er war ein Prophet der Neuzeit. Die Erinnerung an seinen Todestag ist ein große Gelegenheit, wieder auf seine Stimme zu hören.“ 

get link Glaube mit Konsequenzen 

Nach Ansicht Jungs berühre die Geschichte Martin Luther Kings bis heute vieler Menschen. Der begnadete Redner habe seine Kraft und seine Inspiration aus einem „‚tiefen christlichen Glauben heraus“ gewonnen. Luther King sei zugleich ein „Theologe der ethischen Konsequenz“ gewesen. Für ihn sei klar gewesen, „dass der  christliche Glaube nicht gelebt werden kann, ohne sich für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte einzusetzen“. Jung: „Sein Erbe macht Mut, immer wieder aufzudecken, wo aus Menschen Opfer gemacht werden. Es inspiriert dazu, immer konsequent danach zu suchen, wie sich Konflikte friedlich lösen lassen. Und er macht Hoffnung, dass Menschen weiter der Vision von einer gerechteren und friedlicheren Welt folgen. Dazu gehört die Versöhnung aller Nationen und Religionen in dieser einen, uns von Gott geschenkten und anvertrauten Welt.“
Der Kirchenpräsident dankte Gemeinden, die  mit Gottesdiensten oder Veranstaltungen in diesen Tagen an den Bürgerrechtler erinnerten. Jung: „Ich freue mich, wenn der große Traum Martin Luthers Kings von einer versöhnten und friedlichen Welt zu seinem 50. Todestag neu Kraft gewinnt.“  

 

via EKHN


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in uns lebt.
(nach 1. Petrus 3,15)