Tveit auf dem Weltwirtschaftsforum:
„Sagen Sie Nein zu Atomwaffen!“



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23.01.2018

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In seiner Botschaft an das Weltwirtschaftsforum hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, verdeutlicht, dass es für ihn kaum eine größere Antithese zur Vision von einem gemeinsamen Leben und einer geteilten Verantwortung geben könne als die fortdauernde Existenz von Nuklearwaffen und deren Unterstützung durch Politik und Gesellschaft. „Es gibt keinerlei moralische Rechtfertigung für den Einsatz dieser Waffen“, stellte er fest. „Es ist Zeit für die gemeinsame Aussage, dass es um der einen Menschheit Willen keine moralische Begründung dafür gibt, diese Waffen zu behalten und uns gegenseitig damit zu bedrohen.“ Das 48. Weltwirtschaftsforum findet vom 23. bis zum 26. Januar in Davos in der Schweiz unter dem Motto „Gemeinsame Zukunft in einer zersplitterten Welt“ statt. Die Gefahr, dass Atomwaffen aufgrund eines Versehens oder von verantwortungslosen Menschen eingesetzt würden, sei sehr real, erklärte Tveit weiter. „Und trotzdem ist diese zerstörerischste und alle Menschen treffende Massenvernichtungswaffe, die jemals von Männern entwickelt wurde - und ich benutze hier ausdrücklich diese genderspezifische Bezeichnung - nach wie vor das Fundament unserer globalen Sicherheitsarchitektur“, schrieb er. „Es ist Zeit für die gemeinsame Aussage, dass das ein Fehler ist.“ Das Weltwirtschaftsforum behandelt Fragen von globaler Bedeutung und will die internationale Zusammenarbeit der Teilnehmenden in wichtigen Bereichen gemeinsamer Interessen stärken, dazu gehören die internationale Sicherheit, Umwelt und globale Wirtschaft im Kontext eines zunehmenden geostrategischen Wettbewerbs zwischen den Staaten. „Es ist an der Zeit, den Einsatz und den Besitz von Atomwaffen als Sünde zu bezeichnen“, fuhr Tveit fort. „Kernwaffen wurden konstruiert, um ganze Städte zu vernichten und mit ihnen jeden Mann, jede Frau, jedes Kind und jede lebende Kreatur in ihnen“, sagte er. „Darüber hinaus zerstören sie die Natur selbst, da ihre tödliche radioaktive Hinterlassenschaft die Erde für Jahrtausende vergiftet.“ Atomwaffen zerstören, was Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zum Wohle der Gemeinschaft aufgebaut haben“, fügt Tveit hinzu. „Das im vergangenen Jahr von den Vereinten Nationen beschlossen Abkommen über das Verbot von Atomwaffen eröffnete den Nationen der Welt die heilsame und längst überfällige Gelegenheit, einen neuen normativen, ethischen und moralischen Standard gegen Atomwaffen zu setzen - gegen weitere Entwicklung, Tests, Produktion, Lagerung, Weitergabe, Einsatz oder Drohung des Einsatzes solcher Waffen,verbunden mit der Verpflichtung zur Hilfe für die Opfer des Einsatzes oder Tests von Atomwaffen und zur Sanierung kontaminierter Gebiete“, schreibt er. via ÖRK /WCC

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