"Miteinander für ein friedvolles Europa"

see 12.02.2018

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source url Die evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau eröffnen gemeinsam die diesjährige Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ am 18. Februar, um 10:00 Uhr in der Christuskirche in Kassel-Wilhelmshöhe. Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Motto „Miteinander für ein friedvolles Europa“. Sie möchte an das europäische Miteinander für den Frieden appellieren und Zeichen der Hoffnung setzen. 

Eröffnung mit Bischof Guib aus Rumänien

Am 18. Februar werden Bischof Dr. Martin Hein, die Dezernentin für Ökumene und Diakonie, Landeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) sowie Propst Matthias Schmidt (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) die Aktion eröffnen. Bischof Reinhart Guib, Oberhaupt der deutschsprachigen Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien wird die Festpredigt halten. Sein Besuch ist ein Zeichen der langjährigen Verbundenheit zwischen seiner Landeskirche und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, eine Verbundenheit, die weit in die Zeit des Kalten Krieges hineinreicht und heute weiter gepflegt wird. 

click here click Vorbildhafte Projekte präsentieren 

Im Anschluss an den Gottesdienst findet im Pavillon der Christuskirchengemeinde in Kassel-Wilhelmshöhe ein Empfang statt. Im Rahmen dessen stellen Initiativgruppen, Kirchengemeinden und kirchliche Werke ihre Projekte und Arbeitsschwerpunkte auch in verschiedenen osteuropäischen Ländern vor. Vertreten sind auch Hilfsinitiativen wie das „Gustav-Adolf-Werk“, der „Evangelische Bund“ und Einzelinitiativen, die insbesondere evangelische Gemeinden in Osteuropa und Zentralasien unterstützen und das gegenseitige Kennenlernen und das Verstehen der eigenen Standpunkte und Kulturen fördern. Die Kasseler Christuskirche pflegt seit längerem eine Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Heltau in Rumänien. Pfarrer Zoran Kezdi, Kirchengemeinde Heltau, wird das Projekt „Arche Noah“ vorstellen (s. u.). 

Hintergrund „Hoffnung für Osteuropa 

Die Initiative „Hoffnung für Osteuropa“ ist die Antwort der evangelischen Kirchen in Deutschland auf den Wandel in Mittel- und Osteuropa. Gegründet 1994, soll die Aktion soziale Strukturen, diakonische Dienste und den zivil-gesellschaftlichen Aufbau fördern. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs Ende der achtziger Jahre hat in Europa ein radikaler Umbruch begonnen, der das Leben der Menschen in den ehemaligen Ostblockstaaten tiefgreifend veränderte. Mit dem Kollaps der politischen Strukturen brachen meist auch wirtschaftliche Systeme und soziale Sicherungen zusammen. Millionen Menschen wurde buchstäblich die Existenzgrundlage entzogen. Viele können bis heute nicht an dem Wirtschaftsaufschwung teilhaben, der an vielen Orten allmählich einsetzt. „Hoffnung für Osteuropa" will durch Erfahrungsaustausch und Kooperation mit einheimischen kirchlichen oder zivilgesellschaftlichen Partnern Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Vorbildhafte Sozialprojekte sollen als Symbole der Hoffnung wahrgenommen werden und zur Nachahmung motivieren. Die Aktion will zudem in Ost und West Verständnis wecken für die verschiedenartigen Lebenssituationen und Traditionen. Internationale Begegnungen und Partnerschaften zwischen den Kirchen sollen zur Völkerverständigung beitragen und zudem die Ökumene stärken. 

Beispiel-Projekte 

Tageszentrum „Offenes Haus“ der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt/Rumänien Die Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ der EKKW fördert in diesem Jahr erstmalig das „Offene Haus“. Um Straßenkindern einen Ort der Zuflucht zu ermöglichen wurde Ende 2001 dieses Projekt gestartet. Innerhalb kürzester Zeit erreichte es seine Kapazitäten bei der Tagesbetreuung von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 15 Jahren. Aus sozial schwachen Familien kommend, vernachlässigt, den Gesetzen der Straße ausgeliefert, werden sie hier von Pädagoginnen und Therapeuten betreut und versorgt. Diesen Kindern und ihren Familien wird dank der Spenden aus dem Inland, Deutschland und der Schweiz geholfen. 

Tagesheim für Schulkinder in Heltau/Rumänien 

Aus der fast dreißigjährigen Partnerschaft zwischen der Christuskirche Kassel und der evangelischen Kirchengemeinde Heltau / Rumänien ist das Projekt Arche Noah, ein Tagesheim für Schulkinder, entstanden. 35 bis 40 Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen erhalten Essen, Hausaufgabenhilfe und Ausstattung für die Körperpflege. Vor allem jedoch erfahren sie hier Zuspruch und Geborgenheit, um trotz der problematischen Situation in ihrem häuslichen Umfeld Selbstvertrauen für die Zukunft zu gewinnen. Nach der 8. Klasse, wenn die Jugendlichen sich neu orientieren müssen, steht die Arche ihnen weiterhin ermutigend und beratend zur Seite. Persönliche und über soziale Netzwerke gehaltene Kontakte zeigen, dass die meisten jungen Menschen ihren Weg finden. 

source url Altwerden in Würde, Weißrussland 

In diesem Programm werden Freiwillige in Minsk, Weißrussland, und Umgebung ausgebildet, um ehemalige Opfern des Naziterrors und des stalinistischen Regimes zu unterstützen. Es geschieht elementare Hilfe beim Einkauf, bei kleineren Reparaturen und bei Behördengängen. Soweit wie möglich werden die Betreuten auch zu Bildungsangeboten (Sprachkurse, Geschichtsseminare) und auch zu Freizeitangeboten eingeladen und abgeholt. 

 

via EKHN / EKKW


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über die Hoffnung, die
in uns lebt.
(nach 1. Petrus 3,15)