Kirchenappell nach tödlicher Attacke auf Danziger Bürgermeister

17.01.2019

Die Mitgliedskirchen des Polnischen Ökumenischen Rates (  Polska Rada Ekumeniczna) haben sich mit einem Appell an die Öffentlichkeit gewandt, in dem dazu aufgerufen wird, dem Hass entgegenzuwirken. Der 1946 gegründete Zusammenschluss verschiedener christlicher Kirchen in Polen, dem altkatholische, evangelische und orthodoxe Kirchen angehören, erklärte:

Am Sonntag, den 13. Januar, erfuhr ganz Polen über den brutalen Angriff auf den Präsidenten von Gdańsk, Paweł Adamowicz während des 27. Finales des Großen Orchesters der Weihnachtshilfe. Einen Tag später waren wir von der Information über seinen Tod bewegt.

Diese tragischen Ereignisse zeigten noch einmal die Konflikte und tiefen Spaltungen in unserer Heimat, unseren Kirchen, Gemeinschaften, aber auch in Familien. Als Mitgliedskirchen des Polnischen Ökumenischen Rates wollen wir uns unmissverständlich gegen alle Erscheinungsformen von Hass aussprechen, auch gegen Hassreden, die in der öffentlichen Debatte vorkommen. Hass entfernt uns voneinander, lässt uns Vorurteile pflegen; und anstatt eine starke und solidarische Gesellschaft aufzubauen, sind wir bereit, Spaltungen aufrechtzuerhalten.

Das Wort Gottes fordert uns auf, nach Gerechtigkeit zu streben ( go to site Was recht ist, dem sollst du nachjagen – 5. Mose 16,20). Gleichzeitig zeigt es aber auch deutlich, wie wir uns untereinander verhalten sollten: „Vor allen Dingen habt untereinander beharrliche Liebe; denn »Liebe deckt der Sünden Menge zu« Seid gastfrei untereinander ohne Murren. Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: Wenn jemand redet, rede er's als Gottes Wort; wenn jemand dient, tue er's aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus.“ (1 P. 4, 8-11).

https://www.bust-bookmark.win/News/ask-me-anything-10-answers-to-your-questions-about-hvs-tube/ Wir rufen alle auf, die Spirale des Hasses zu stoppen. Denn wir sind nicht so gespalten, dass wir nicht miteinander reden oder einander vergeben können. Wir sollten jeden Menschen achten. Jeder Mensch, der nach dem Ebenbild und dem Bildnis Gottes geschaffen ist, hat seine Würde. Es ist unsere Pflicht, Vorurteilen und Hassreden entgegenzuwirken, sowie Solidarität mit denen zu zeigen, die darunter leiden. Lasst uns lernen, miteinander zu reden, lasst uns nicht miteinander kämpfen. Lasst uns auch versuchen, Maßnahmen zu ergreifen, die der Versöhnung und dem Gemeinwohl dienen.

Anlässlich der bevorstehenden Gebetswoche für die Einheit der Christen ermuntern wir Sie, in Ihre Gottesdienste Gebete aufzunehmen, die darauf ausgerichtet sind, Beziehungen zwischen uns zu verbessern, die Hass-Spirale zu stoppen, sowie für diejenigen zu beten, die Schmerz erleiden und anderen zufügen. Für uns alle. Wir glauben, dass wir mit Gottes Hilfe zur Besinnung kommen und lernen werden, miteinander zu reden, gute Entscheidungen zu treffen und einander zu achten.

via PÖR/PRE


Red