Europäischer Ökumene-Gipfel in Serbien beendet



06.06.2018

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Der neue Präsident der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), der französische Protestant Christian Krieger, hat die Christen in Europa zu mehr Zusammenhalt aufgerufen. Der 54-Jährige reformierte Pastor aus dem elsässischen Straßburg wurde am 4. Juni bei der Vollversammlung der KEK im serbischen Novi Sad in das Spitzenamt gewählt. Er tritt für fünf Jahre die Nachfolge des anglikanischen Bischofs Christopher Hill aus Großbritannien an. Die Konferenz Europäischer Kirchen hat ihre Zentrale in Brüssel und versucht dort, die EU-Politik im christlichen Sinne mitzugestalten. 

see Bereits bisher habe die KEK gute Arbeit zu sozialen und ethischen Themen geleistet, sagte Krieger und verwies auf das Engagement der Kirchen bei den europäischen Institutionen. „Was nicht so gut gemacht wurde“ ist nach seinen Worten „der Aufbau der Gemeinschaft der Kirchen“ untereinander.

source Die KEK vereint mit Ausnahme der römisch-katholischen Kirche alle großen christlichen Gemeinschaften in Europa: Protestanten, Orthodoxe, Anglikaner und Altkatholiken. Insgesamt gehören ihr 115 Kirchen an, darunter auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). In der innerkirchlichen Gemeinschaft soll die Arbeit der KEK stärker werden, kündigte Krieger an und bekannte sich zugleich zur Kooperation mit den Katholiken.

Optimistisch äußerte sich die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Petra Bosse-Huber zur Zusammenarbeit der Konferenz. Es sei darum gegangen, trotz unterschiedlicher Ausgangslagen  „miteinander nach einem Weg zu suchen“, dies sei „das Hoffnungsvolle“ gewesen, erklärt sie mit Blick auf das Thema Migration. Auch bei den „harten Fragen“ wie Finanzen und Personalien sei der Wille spürbar gewesen,  „umzusetzen und wirklich in Tritt zu kommen“. Die KEK konnte sich ferner auf Änderungen ihrer Verfassung einigen – ein kompliziertes juristisches Thema, das die vorige Vollversammlung in Budapest dominiert hatte.

Krieger hatte sich bei der Präsidentenwahl gegen den dänischen Lutheraner Anders Gadegaard durchgesetzt. Zu Vizepräsidenten wurden in Novi Sad die Anglikanerin Gulnar Francis-Dehqani und der orthodoxe Metropolit Cleopas gewählt. Francis-Dehqani ist Bischöfin der Kirche von England, Cleopas ist Metropolit von Schweden und ganz Skandinavien. Die Präsidentschaft rotiert zwischen den verschiedenen Konfessionsgruppen.

Wie in der zu Ende gehenden Amtszeit sind mit Krieger, Francis-Dehqani und Cleopas erneut Frankreich, Großbritannien und ein skandinavisches Land im dreiköpfigen Präsidium vertreten. Allerdings gehört der orthodoxe Metropolit zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel (Istanbul).

via EKD / epd


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