Die Krise auf der koreanischen Halbinsel spitzt sich zu

11.08.2017

Nach den hitzigen Wortgefechten zwischen Donald Trump und Kim Jong Un spitzt sich die Krise auf der koreanischen Halbinsel zu. Die Kriegsrhetorik der beiden hat zu einer Eskalation der ohnehin angespannten Lage geführt. Viele Beobachter rechnen mit einem gewaltsamen Konflikt mit Hunderttausenden von Toten. Anders als frühere Drohungen aus Nordkorea gibt es dieses Mal konkrete Pläne für einen Angriff.

In einem Brief bittet der Nationale Kirchenrat in Korea (NCCK) den Präsidenten Südkoreas Moon Jae In, den sofortigen und bedingungslosen Dialog mit dem nordkoreanischen Staat zu suchen. Darin wird ferner vorgeschlagen, sofort einen Sonderbotschafter nach Nordkorea zu entsenden.

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) Pastor Dr. Olav Fykse Tveit hat Zweifel daran geäußert, ob die Sanktionen „irgendeinen positiven Beitrag zur Entschärfung dieser extrem schwierigen und gefährlichen Situation beitragen könnten“. Sanktionen verhindern humanitäre Hilfe für die Menschen in Not. Er bittet die internationale Gemeinschaft nachdrücklich darum, sich und ihre Politik gegenüber Nordkorea aus dem Teufelskreis von Drohung und Gegendrohung zu befreien. Wichtig für eine Entspannung ist ferner die Beendigung der gemeinsamen Militärmanöver von USA und Südkorea. Positiv zu vermerken ist die Einstellung vieler Südkoreaner. Trotz der Spannungen zeigen sie sich gelassen. Das öffentliche Leben geht wie gewohnt seinen Gang.

Die Gemeinden sind gebeten in den Gottesdiensten für Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu beten und am „Gebetssonntag für die friedliche Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel“ am 13. August teilzunehmen.

Material dazu findet sich unter:

http://www.zentrum-oekumene.de/nc/startseite/aktuelles/news/article/kirchen-sind-aufgerufen-fuer-die-koreanische-wiedervereinigung-zu-beten.html

 

Dr. Johny Thonipara, Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW

 

 

 


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