Ökumenische Adventsfeier mit Kirchenpräsident Dr. Volker Jung



go to link 12.12.2018

Am Dienstag, den 11. Dezember 2018, war das Zentrum Oekumene in Frankfurt-Praunheim wieder Gastgeber einer multikulturellen ökumenischen Adventsfeier mit Gästen aus christlichen Migrantengemeinden, muslimischen Verbänden, jüdischen Gemeinden sowie andere Dialogpartner des Zentrums. Das Besondere: ein Blick auf die Weihnachtsgeschichte auch aus jüdischer und muslimischer Sicht.

In diesem Jahr standen die Hirten im Mittelpunkt. Sie sind in der Weihnachtsgeschichte nicht Menschen am Rand der Gesellschaft. Sie sind die Empfänger göttlicher Offenbarung. Das ist eine zutiefst jüdische Tradition. Der Evangelist Lukas weiß das. Und er setzt auch darauf, dass Menschen aus der griechischen und römischen Kultur das verstehen. Da erzählen zum Beispiel manche Mythen davon, dass Hirten sich um ausgesetzte Königskinder kümmern. In der Hirten-Tradition steht auch der Islam, der betont, dass Mohammed Hirte war. 

Am Ende seiner Ansprache zitierte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung den Dichter Angelus Silesius aus dem 17. Jahrhundert. Der macht die Hirten zu Vorbildern für den Glauben: „Der sieht Gott nimmermehr, noch dort, noch hier auf Erden, der nicht ganz inniglich begehrt, ein Hirt zu werden.“

Bei der Adventsfeier im Zentrum Oekumene mit jüdischen und muslimischen Gästen haben weiterhin Vertreterinnen und Vertreter muttersprachlicher Gemeinden aus Indonesien und Ghana und anderer christlicher Konfessionen teilgenommen. Rund 70 Gäste besuchten die Veranstaltung, die musikalisch durch das Ensemble Saitensprünge aus Bad Nauheim begleitet wurde.

Ansprache des Kirchenpräsidenten

 

 


Rede und Antwort stehen
über die Hoffnung, die
in uns lebt.
(nach 1. Petrus 3,15)